Der Mensch hinter der Musik

Ich heiße
Johanna.

Von Poetry Slams, einer KI und meiner eigenen Stimme. Das ist die Geschichte hinter AMOUYA.

Meine Geschichte
Johanna Pardo in ihrem Atelier, umgeben von Zeichnungen und Pinseln
Johanna Pardo · Autorin & Produzentin

Die ersten Worte

Hinter AMOUYA steht ein Mensch, der vor zehn Jahren angefangen hat, mal besser, mal schlechter, Gedichte zu schreiben. Oder auf Neudeutsch: Poetry Slams. Mein Kindheits-Wunsch, Musik zu machen, verlor sich immer wieder in scheinbar fehlenden Mittel und Fähigkeiten.  Damals machte ich mich mit diesen Fragen auf den Weg:

Die Frage im Gepäck

„Wer bin ich, ohne mein Status? Was bleibt übrig, wenn das, worüber ich mich definiert habe,  nicht mehr da ist? Was hat dann noch Wert? Gibt es da noch mehr?"

01 / Die Worte

Am Anfang
war das Wort.

Johanna Pardo lächelt beim Sprechen in ein Mikrofon
WÄHREND EINES MALLORCA-UNITED FESTIVAL AUF MALLORCA

Schreiben ist die Oase, die all das auffängt, all die Vielfalt der Gedanken, die keinen Platz finden, um sein zu können. 

JOHANNA PARDO

02 / Die Musik

Amouya lebt ein 
Kodex

Eine KI, die Musik für dich komponiert und singt. Krasser Scheiß! Genau das was ich gesucht hatte. Ich liefere die Texte und jemand macht daraus einen coolen Hit. Doch jetzt hatte ich denjenigen in der Hosentasche, für einen erschwinglichen Preis. Ich versprach mir, dass ich niemals einen Songtext durch KI schreiben lassen würde und sie „nur" für das nutzte, was ich selbst nicht konnte. Daran halte ich mich bis heute.

Doch Moment mal! Halleluja! Endlich konnte ich selbst Musik machen? Yihaaa!

„Eine Frau. Ein Wort.“

Da ich die Songs nicht selbst zu 100 % erschaffen habe, brauchte ich einen Künstlernamen, der in einem Wort zusammenfasst, wofür diese Musik stehen soll. Na klar! „AMOUYA" – meine Wortkreation, die für „Amour" steht (was Liebe bedeutet) und dem spanischen Ausdruck „¡Ya!", das umgangssprachlich auch für JETZT, SOFORT steht. Ja, man! Dafür steht meine Musik.

Liebe. Jetzt.

Gleichzeitig muss hjetzt auch kein Trauermarsch daraus machen. Im Gegenteil. Egal, was in unserer Welt und in unserem Leben passiert, wir dürfen die Freude, den Humor und den Spaß niemals verlieren.

In den ärmsten Ländern und gebeutelsten Regionen der Welt hört man die Menschen singen und sieht sie tanzen. Es ist das, was uns am Leben erhält, egal was im Außen passiert. Zumindest ist es so für mich. Ich habe es oft gesagt: „Ohne Musik wäre ich tot." Deswegen möchte ich, dass meine Songs vor allem zur Freude und zum Tanzen einladen. Liebe geht durch das Herz. Was bewegt das Herz mehr als Musik und Tanz?

„Ohne Musik wäre ich tot.“

Mag sein, dass du jetzt die Augen verdrehst und denkst: „Och ne, was will die jetzt mit ‚Welt retten' – und wer bin ich denn, kleiner Einzelner, um etwas in dieser Welt zu verändern?" Da möchte ich dich gerne an das letzte Mal erinnern, als du eine Mücke in deinem Zimmer hattest und wie sehr sie deine Nacht verändert hat. Eine einzige Mücke. :) Jeder Einzelne verändert etwas. In seinem Umfeld, das ein Umfeld hat, das wieder ein Umfeld hat. Daraus können Wellen entstehen, die weite Kreise ziehen.

Doch den ersten, kleinsten Kreis ziehen wir. Wenn wir nur auf die Fehler schauen, werden die Fehler größer. Was passiert andersherum?

„Die Welt von morgen wird uns nicht geschenkt. Wir erschaffen sie.“

03 / Die Stimme

Aus Worte
wurden Songs.

Gut. Zurück zur Story. So entstand relativ schnell aus den alten Poetrys 1:1 meine ersten Songs. Okay, ich musste nur noch schnell ein paar Refrains schreiben, doch innerhalb einer Woche war mein erstes Album „Asche zu Licht“ fertig. Ich hatte – und habe – keine Ahnung von Songwriting, Takt oder harmonischem Aufbau. Ich hab einfach gemacht, auch in dem vollen Wissen, dass es peinlich sein könnte. „Wie kann man nur ‚so etwas‘ veröffentlichen? Also wirklich.“ 

Egal. Klappe halten, machen.

Im Laufe des ersten Jahres veröffentlichte ich fast jeden Monat einen neuen Song und nutzte es vor allem als Kanal, um meinen Gefühlen einen Ausdruck zu geben. Ich lernte, was eine Strophe ist, was ein Refrain bedeutet, eine Bridge, wo mein Tool gut reagiert und wo nur eine Katastrophe entsteht. Von Anfang an musste ich lernen, Abstriche zu machen. Ich war angewiesen auf die Vorschläge, die mir die KI machte. Und manchmal drehte sie sich einfach im Kreis und machte überhaupt nicht das, was ich wollte! Stampf!

Im August 2026 veröffentlichte Suno ein großes Upgrade, das es nun möglich machte, die eigene Stimme für die Songs zu nutzen. Relativ schnell schrieb ich das Lied „Wartendes Wunder" und veröffentlichte es in der gleichen Woche.

Das veränderte alles! Ich lernte nach über 500 Versionen aber auch, dass ich die besten Ergebnisse erzielte, wenn ich die Texte wirklich komplett als Audio aufnahm und dann der KI sagte, dass sie daraus den Song machen soll. Das bedeutete das erste Mal, dass ich mich vor ein Mikro setzen durfte und begann, die Songs zu sprechen, zu singen, zu schreien. Danach zu hören, wie schräg und schief ich eigentlich sang, vergrößerte meine Dankbarkeit für Suno. Alter Falter! Wie kann man denn so schief singen? Und wie kann man aus so einer schiefen Stimme doch etwas Gutes und relativ Authentisches zaubern? 

Dementsprechend dauerte auch die Produktion pro Song um ein Vielfaches länger. Es brauchte teilweise bis zu 700 Versionen, bis die Version heraus kam, die du heute hörst.  

Johanna Pardo blickt in die Kamera und stützt den Kopf auf ihre Hand
Johanna · Die Stimme hinter AMOUYA

04 / Heute & morgen

Friedenomenal.

Danach war aber auch klar, dass ich mir etwas einfallen lassen musste. Die alten Songs waren alle mit dieser KI-Stimme. Das passte jetzt nicht mehr. Alles löschen und wieder von vorne starten? 

Ich entschied mich, das erste Album stehen zu lassen – in Memory of the beginning! – und alle sonstigen Singles zu löschen. No worries! Alle Singles kommen nach und nach mit angepassten Texten, rhythmischen Beats und bewegenden Gedanken zurück. Und geboren wurde die Idee eines ernsten Albums, mit meiner Stimme: „Friedenomenal". Mit meiner Stimme bedeutet: Ich habe jeden Song selbst geschrieben, als Audio aufgenommen, Stile und Aufbau bestimmt – und die KI hat den Rest gemacht. 

Das Album „Friedenomenal" ist als Reise gedacht. Ich empfehle dir, dich ab dem ersten Song bewegen zu lassen. Möglich, dass gewisse Musikrichtungen nicht deinem Geschmack entsprechen, und vielleicht kannst du dich heute mal auf eine ganz neue Art darauf einlassen. Einfach als ersten Schritt, dass alles ein Teil von uns ist.

Und ja, cool, dass du Teil dieser Geschichte sein magst. Magst du doch, oder? :) Wie aus einzelnen Wörtern Songs wurden, aus Songs unvergessliche Momente und aus diesen Momenten eine Zukunft, die wir gerne an unsere Kinder vererben.

Möge Frieden sein.

Love & Peace

Johanna Pardo

Musik hören

Friedenomenal – Fest der Kulturen

8 Titel